Bienenzuchtverein "Immentreu"
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Die Bienen sind eine Insektenfamilie, die weltweit mit 30.000 verschiedenen Arten vertreten ist. Viele davon, vor allem die solitär lebenden, werden unter dem Begriff Wildbienen zusammengefasst.

Im Zusammenhang mit der Imkerei denkt man allerdings nur an die Honigbienen (Apis mellifera). Sie ist eine der wenigen staatenbildenden Insekten und gerade wegen dieser Eigentümlichkeit für Menschen so nutzbringend. Dadurch, das die Honigbienen als ganzes Volk überwintern, stehen im zeitigen Frühjahr eine große Anzahl Bienen zur Bestäubung der Obstbäume, Beerensträucher und anderer Frühjahrsblüher bereit (zum Honigsammeln natürlich ebenfalls).

Unter den Honigbienen gibt es wiederum unterschiedliche Rassen, die jeweils spezifische Merkmale aufweisen und unterschiedlich aussehen. Die bekanntesten Rassen in Mitteleuropa sind:

Carnica (Apis mellifera carnica)

Buckfastbiene (Apis mellifera mellifera)

Italienische Biene (Apis mellifera ligustica)



Wie entsteht eine Biene?

In einem Bienenvolk ist alleine die Königin für die Nachkommenschaft zuständig. Nach ihrem Hochzeitsflug, bei dem sie sich in der Luft mit bis zu 20 Drohnen paart, hat sie genug Sperma für ihr restliches Leben aufgenommen. Im Stock legt sie Eier in die Waben. Wenn sie ein befruchtetes Ei in eine Wabenzelle legt, entsteht daraus eine weibliche Arbeiterin; legt sie ein unbefruchtetes Ei, entsteht daraus ein männlicher Drohn. Ganz frei ist sie dabei in ihrer Entscheidung nicht, denn die Wabenzellen für Drohnen haben einen größeren Durchmesser als die für Arbeiterinnen.
Aus einer befruchteten Eizelle kann auch eine neue Bienenkönigin entstehen. Dazu legt die Bienenkönigin eine befruchtete Eizelle in eine besonders geformte Königinnenzelle an der Bienenwabe. Wenn die Eizelle zur Larve herangewachsen ist, werden sie von den Ammenbienen gefüttert. Alle Larven (Drohn, Arbeiterin und Königin) erhalten in den ersten drei Tagen den Futtersaft Gelée Royale. Ab dem dritten Tag werden Drohnen und Arbeiterinnen mit einem Gemisch aus Futtersaft, Honig und Pollen gefüttert, die Königinnenlarve jedoch erhält weiterhin bir zur Verdeckelung der Wabenzelle reinen Futtersaft.

  Vom Ei zur Biene

 Tag Königin Arbeiterin Drohn
 1 Ei Ei Ei
 2 Ei Ei Ei
 3 Ei Ei Ei
 4 Larve Larve Larve
 5 Larve Larve Larve
 6 Larve Larve Larve
 7 Rundmade Rundmade Rundmade
 8 Verdeckelung Rundmade Rundmade
 9 Streckmade Verdeckelung Rundmade
 10 Vorpuppe Streckmade Verdeckelung
 11 Puppe Vorpuppe Streckmade
 12 Puppe Vorpuppe Streckmade
 13 Puppe Puppe Streckmade
 14 Puppe Puppe Streckmade
 15 Puppe Puppe Puppe
 16 Schlupf Puppe Puppe
 17  Puppe Puppe
 18  Puppe Puppe
 19  Puppe Puppe
 20  Puppe Puppe
 21  Schlupf Puppe
 22   Puppe
 23   Puppe
 24   Schlupf

 

 

                     Königin                                       Drohn                                      Arbeiterin

 

 

Und nach dem Schlupf?

Die ersten drei Tage nach dem Schlüpfen ist die Jungbiene als "Putzfrau" tätig. Sie säubert die Brutzellen und bereitet diese für die neue Brut vor, denn die Königinnen legen ihre Eier nur in saubere Waben. Währenddessen wachsen im Kopf der Jungbiene bereits Nährdrüsen heran, die den nährstoffreichen Futtersaft Gelée Royale produzieren, mit dem sie ab dem vierten Lebenstag als Ammenbiene die Maden füttert.
Mittlerweile sind auch die Wachsdrüsen zwischen den Bauchschuppen voll funktionstüchtig. Werden neue Waben gebraucht, wird die Ammenbiene zur Baubiene. Sie produziert Wachsblättchen, die sie mit den Hinterbeinen zum Kiefer weiterreicht, durchknetet und zu Klümpchen formt und daraus Waben baut. Wird gerade nicht gebaut, macht sich die Biene im Stock nützlich. Sie kümmert sich um die Vorräte, übernimmt von heimkehrenden Sammlerinnen Nektar und füllt ihn in die Zellen der Waben. Außerdem ist sie für das richtige Klima im Stock verantwortlich. Bienen reagieren sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen und halten die Temperatur im Bienenstock konstant auf ca. 35° Celsius.
Ab dem 10. Lebenstag werden die Stockbienen zu Wächterinnen und fangen an, die nähere Umgebung zu erkunden. Am Flugloch wird jeder, der in den Stock will, gründlich berochen, ob er den typischen Stockduft hat. Falls nicht, werden die Eindringlinge rigoros vertrieben, egal wie groß oder stark. Bienengift ist für Menschen schmerzhaft, bei kleinen Tieren und anderen Insekten wirkt das Gift entsprechend stärker. So werden Eindringlinge wirkungsvoll auf Abstand gehalten.
Etwa ab dem 20.Lebenstag werden die Wachbienen Sammlerinnen. Sie fliegen nun auch größere Entfernungen, um Nektar, Pollen und Wasser zu sammeln – bis zu ihrem Tod.